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Gründung einer Rebbaugenossenschaft

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Bild: Verantwortlich für die Rebbaugenossenschaft Gofri Brienz: Bruno Zmoos, Franz Bohnenblust, Werner Grossmann, Ueli Stähli und Stefan Gerny.

 

18 Weinliebhaber aus Brienz und anderen Teilen der Deutschschweiz hoben in der Brienzer Pfrundscheune die Rebbaugenossenschaft Gofri aus der Taufe. Im Gofri soll ein zusätzlicher Rebberg entstehen, auf dem bereits im nächsten Jahr die Rebsorte Divico angepflanzt werden soll.

Von den 30 Interessierten, die sich gemäss Absichtserklärung bereit waren, in einer neu zu gründenden Genossenschaft aktiv oder passiv teilzunehmen, fanden 18 den Weg in die Brienzer Pfrundscheune, um dort zu vollziehen, was es bis heute in Brienz noch nicht gibt: Eine Rebbaugenossenschaft. Die von einem Vorbereitungsteam vorgeschlagenen Statuten wurden diskussionslos genehmigt. Hauptzweck der Genossenschaft ist der Betrieb und die Förderung des Rebbaus in der Gemeinde Brienz und angrenzenden Gebieten. In die Verwaltung der Genossenschaft, welche dieses ehrgeizige Projekt in den nächsten Jahren umsetzen wird, sind einstimmig gewählt worden: Werner Grossmann, Schwanden, Präsident; Bruno Zmoos, Brienz, Vizepräsident und Verantwortlicher der Rebanlage; Stefan Gerny, Brienz, verantwortlich für die Qualität des Weines; Ueli Stähli, Brienz, Kassier und Franz Bohnenblust, Aarau, Sekretär.
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Finanzierung gesichert

Werner Grossmann stellt der Genossenschaft ab sofort seine rund 25 Aren umfassende Parzelle im Gofri zur Verfügung. Rechte und Pflichten sind in einem Pachtvertrag geregelt, der vorerst einmal auf 18 Jahre abgeschlossen worden ist. Im unteren Teil der Gofri-Parzelle gedeihen bereits 220 Reben der Sorte «Regent», deren Betreuung neu von der Rebbaugenosschaft übernommen wird. Im oberen Teil soll auf rund 21 Aren die Rebsorte Divico angepflanzt werden. Sie ist eine Kreuzung zwischen den beiden Traubensorten Gamaret-Bronner und gilt als robuste Rebsorte, die gegen die wichtigsten Pilzkrankheiten resistent ist. Bevor es allerdings soweit ist, muss der obere Teil der Parzelle terrassiert werden. Die Verwaltung ist daran, Offerten für die Terrassierung und die Erstellung der Anlage einzuholen. Approximative Schätzungen lassen den Schluss zu, dass die Finanzierung aufgrund der zugesagten Beiträge der Genossenschafter bereits gesichert ist.

Wein zum Abschluss

Nichtsdestotrotz ist die Zahl der Genossenschafter weiterhin nach oben offen. Weitere Interessierte können sich jederzeit diesem Projekt anschliessen. Voraussetzung ist die Zeichnung eines Anteilscheines von 1000 Franken. Die Genossenschaft Gofri hat in ihren Statuten zwei Kategorien von Mitgliedern vorgesehen. Zum einen die Genossenschafter «Tagwerk», die bereit sind, während des Jahres Arbeitseinsätze zu leisten und die Genossenschaft «Gönner», welche die Idee der Genossenschaft mittragen ohne jedoch Arbeit im Rebberg zu leisten. Selbstverständlich wird die Leistung von Tagwerken bei der Festsetzung der Weinkontingentierung berücksichtigt. Die Gründungsmitglieder der Rebbaugenossenschaft Gofri konnten sich im Anschluss an die Versammlung gleich selber von der Qualität jenes Weines überzeugen, der im Gofri gedeiht und künftig gedeihen wird: einem Regent 2015.