Cépages

  • Gris
  • Traditionnel (av. 1900)
  • 49 Ha (0.34%)

Gewürztraminer

Aromatische Mutation von Savagnin Rose, der selbst eine farbliche Mutation von Savagnin Blanc (im Wallis Heida oder Païen genannt) ist, Gewürztraminer trägt seinen Namen aufgrund seines würzigen Geruchs (Savagnin heisst Traminer in Deutschland). Die erstmals 1827 im Rheingau (D) erwähnte Mutation ist inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet. Die früh reifende Gerwürztraminer-Traube wird in der Schweiz nur vereinzelt angebaut und zur Herstellung vollmundiger Weine verwendet, die sich durch kräftige Noten von Rosen und Litschi auszeichnen.

  • Blanc
  • Traditionnel (av. 1900)
  • 45 Ha (0.31%)

Marsanne Blanche

Die aus dem Rhonetal (F) stammende und nach einem Ort in der Nähe von Montélimar im Département Drôme benannte Rebsorte Marsanne wurde um 1845 in Sitten im Wallis (Schweiz) eingeführt. Das Synonym Hermitage oder Ermitage leitet sich vom gleichnamigen Weinberg im Département Drôme ab. Laut DNA-Analyse handelt es sich bei Marsanne um eine Eltern- oder Tochtersorte von Roussanne. Die großen Marsanne-Trauben haben eine mittlere Reifezeit und sind anfällig gegen Pilzerkrankungen. In der Schweiz wird die Rebsorte fast ausschließlich im Wallis angebaut. Die daraus hergestellten trockenen bis edelsüßen Weine mit Likör- und Himbeernoten gelten als sehr lagerfähig.
Zugehörige Namen: 
Ermitage, Hermitage
  • Rouge
  • Indigène
  • 42 Ha (0.29%)

Divico

Divico ist eine Schweizer Neuzüchtung der Agroscope in Pully (Schweiz). Realisiert wurde sie im Jahr 1996 aus den Sorten Gamaret und Bronner Ziel war die Züchtung einer gegen Falschen und Echten Mehltau sowie Rohfäule resistenten Sorte. Die nach dem helvetischen Häuptling Divico benannte Rebe benötigt weit weniger Pflanzenschutzmittel als andere Sorten. Die wie Gamaret spät reifende Divico-Traube ergibt farbintensive und tanninreiche Weine, die sowohl sortenrein als auch in Verschnitten verwendet werden. Standard-Setzlinge der Rebsorte Divico sind seit 2015 in den Rebschulen erhältlich.

Zugehörige Namen: 
(IRAC 2091)
  • Blanc
  • Indigène
  • 42 Ha (0.29%)

Amigne

Amigne ist eine autochthone Rebsorte aus dem Kanton Wallis (Schweiz), die im 17. Jahrhundert zwischen Siders und Sitten erstmals erwähnt wurde und inzwischen vor allem in der Gemeinde Vétroz angebaut wird (rund 70 % der weltweiten Produktion). Amigne hat Savagnin Blanc (im Wallis Heida oder Païen genannt) und Gouais Blanc als mögliche Großeltern, ist jedoch „elternlos“. Für die mutmaßliche römische Herkunft der Traube gibt es kaum ernstzunehmende Belege. Amigne neigt zum Verrieseln und zur Kleinbeerigkeit, ist jedoch sehr wandlungsfähig und bringt trockene, mittelsüße und süße Dessertweine („Flétris“) hervor. Beim Amigne de Vétroz wird der Zuckergehalt mit einem Etikett kenntlich gemacht, auf dem 1, 2 oder 3 Bienen abgebildet sind.
  • Blanc
  • 40 Ha (0.28%)

Muscat

-
Zugehörige Namen: 
Muscateller
  • Blanc
  • Indigène
  • 36 Ha (0.25%)

Doral

Doral ist eine Neuzüchtung der Agroscope in Pully (Schweiz). Realisiert wurde sie im Jahr 1965 aus den Sorten Chasselas und Chardonnay. Ziel war es, eine Sorte zu züchten, die aromatischer und zuckerhaltiger ist als Chasselas. Die ausschließlich in der Schweiz angebaute früh reifende, ertragsreiche und gegen Rohfäule anfällige Rebsorte ergibt frische und aromatische Weine, die sich durch Noten von Tropenfrüchten auszeichnen.
  • Rouge
  • Allogène (après 1900)
  • 34 Ha (0.23%)

Regent

Regent entstand 1967 aus der Kreuzung von Chambourcin und Diana, die am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof (D) entwickelt wurde. Der Name geht auf den berühmten Diamanten Regent (140,5 Karat) aus Indien zurück. Die früh reifende interspezifische Kreuzung (Hybridrebe) ist äußerst widerstandsfähig gegenüber Frost sowie Pilzerkrankungen und eignet sich für den Anbau in den nördlichen Regionen. In der Schweiz findet man die Rebsorte überwiegend in den Kantonen Zürich und Schaffhausen. Ihre Weine verfügen über einen guten Körper und angenehme Tannine.
  • Rouge
  • Allogène (après 1900)
  • 33 Ha (0.23%)

Cabernet Jura

  • Blanc
  • 31 Ha (0.21%)

Andere weiß

  • Blanc
  • Indigène
  • 29 Ha (0.2%)

Humagne Blanc

Humagne Blanche ist eine Traube aus dem Wallis (Schweiz), die bereits im Jahr 1313 in einem Pergament zusammen mit Rèze erwähnt wird. Humagne Blanche gehört somit zu den ältesten Rebsorten Europas. DNA-Analysen zeigen, dass Humagne Blanche eine Elternsorte von Lafnetscha und Himbertscha ist, und hat ihren Ursprung möglicherweise im Département Pyrénées-Atlantiques (F). Der Name leitet sich möglicherweise vom griechischen Wort „hylomaneus“ (lebendig) ab. Die Sorte ist nicht mit Humagne Rouge verwandt. Die spät reifende und robuste Humagne Blanche war bis ins 19. Jahrhundert die im Wallis eine der am weitesten verbreiteten Rebsorten. Die Weine sind delikat, elegant und weisen Noten von Haselnuss auf, die mit steigendem Alter zunehmend harzig werden.