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Grosse Vielfalt in Rot und Weiss

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Peter Keller
Bioweine gewinnen an Bedeutung. Eine Jury hat in verschiedenen Kategorien die besten Beispiele erkürt. Eine Auswahl aus der Siegerliste.

Heute gehört es schon fast zum guten Ton, Weine biologisch oder biologisch-dynamisch zu produzieren. Ökologisch bedeutet jedoch nicht zwangsläufig gut. Seit fünf Jahren zeichnen die Zeitschrift «Vinum» und die Vereinigung Bio Suisse mit dem Schweizer Bioweinpreis die besten Beispiele des Landes aus. Dieses Jahr reichten 36 Betriebe 175 Weine ein. Neben den prämierten Rot- und Weissweinen wurde zudem der «Schweizer Biowinzer des Jahres » gekürt. Hier eine Auswahl aus der Siegerliste. 

Biowinzer des Jahres: Zum zweiten Mal nach 2015 haben Karin und Roland Lenz aus dem Thurgau gewonnen. Das Duo gehört zu den Pionieren im Bioweinbau. Die Hälfte der Rebfläche ist mit pilzwiderstandsfähigen Sorten (PIWI) bestockt. Das Sortiment ist vielfältig. Selbst ein Zweigelt wird abgefüllt (17 Fr. für den 2017er; Weingut Lenz). Das engagierte Paar besitzt zudem einen Betrieb in Chile. 

Gewinner weisse Sorten: Obenaus geschwungen hat der sortentypische, rassige Sauvignon blanc 2017 von Casanova Wein Pur aus Walenstadt (27 Fr.; Casa Nova Wein Pur). Marco Casanova arbeitet biodynamisch in den Rebbergen und ohne Zusatzstoffe im Keller. 

Gewinner PIWI-Sorten weiss: Der Solaris Barrique 2016 des Bioweinguts Sitenrain aus Meggen belegte in dieser Kategorie Platz eins. (37 Fr.; Sitenrain). Winzerin Nora Breitschmid schätzt die Aromatik der Sorte und die verschiedenen Möglichkeiten, den Wein auszubauen. Der kräftige Weisswein weist einen Alkoholgehalt von 15% auf. 

Gewinner Cuvée weiss: Der beste Vertreter ist der Alma 2017 der Azienda Agricola Bianchi aus Arogno im Tessin (26 Fr.; Bianchi). Das Cuvée, ausgebaut im Stahltank und im Holz, setzt sich aus den PIWI-Sorten Johanniter und Solaris zusammen. 

Gewinner rote Rebsorten: In dieser Kategorie hat der Pinot noir Monolith 2016 von Christian und Francisca Obrecht aus Jenins die Jury am meisten überzeugt. Der unfiltrierte Wein vereint Kraft und Finessen, ist langlebig und ein hervorragender Essensbegleiter (52 Fr.; Obrecht). 

Gewinner PIWI-Sorten rot: An der Spitze landete der Cabernet Jura im Steinbruch 2016 des Querguts Rebberg im Steinbruch aus Arlesheim (17 Fr.; Quer Gut). Bei dieser Neuzüchtung aus der Schweiz handelt es sich um eine Kreuzung zwischen Cabernet Sauvignon und unbekannten resistenten Trauben. 

Gewinner Cuvée rot: Der beste Wein, der Südwind Barrique 2016 des Guts Bosshart + Grimm aus Berschis am Walensee, besteht aus je einem Drittel Cabernet Jura, Cascade und Cabernet Sauvignon. (26 Fr.; Bosshart Weine). Der Name ist bewusst gewählt: Im Frühling und Herbst profitiert man von Föhnlagen.

 

Bild: PD: Francisca und Christian Obrecht aus Jenins haben den besten roten Biowein produziert.